Der Proberaum
Was haben Gitarren-Götter wie Jimi Hendrix, Carlos Santana und Eric Clapton gemeinsam? Sie alle begannen ihre Karrieren in dunklen Kellern und Proberäumen, in denen sie oft unter widrigen Bedingungen tagein tagaus ihre Anschläge und Riffs bis zur Perfektion übten, bevor sie zu anerkannten Größen des Musikgeschäfts aufstiegen. Ihr Beispiel zeigt, dass ohne Übung noch kein Gitarren-Meister vom Himmel gefallen ist. Ein richtiger Proberaum ist deswegen für jeden Musiker von großer Bedeutung – vor allem wenn man nicht als Einzelkünstler im stillen Kämmerlein probt, sondern gemeinsam mit einer Band musizieren möchte. Am Anfang einer jeden Bandkarriere steht deswegen immer die Suche nach einem geeigneten Proberaum.
Eigenschaften des Proberaums
Spätestens für die ersten richtigen Jam-Sessions mit E-Gitarre, Schlagzeug und Co. wird es ein wenig eng im heimischen Wohnzimmer oder in der Garage am Haus der Eltern. Dann wird es höchste Zeit für einen geeigneten Proberaum, in dem genervte Eltern, Nachbarn und Vermieter einem nicht Tag für Tag wegen der Lärmbelästigung in den Ohren liegen.
Ein Proberaum sollte natürlich ausreichend groß sein, damit alle Musiker samt ihrer Instrumente genügend Platz haben. Wie viel Platz zum Proben benötigt wird, hängt natürlich von der Größe der Band ab sowie von dem Budget, das den Nachwuchsmusikern für die Raummiete zur Verfügung steht.
Um professionell proben zu können, ist die richtige technische Ausstattung von signifikanter Bedeutung. Ausreichende Steckdosen und Kabel sollten vorhanden sein, damit alle Instrumente und Mikrofone mit Strom versorgt werden können. Auch für den Schallschutz sollte gesorgt sein, damit sich Nachbarn in angrenzenden Wohnungen oder öffentlichen Einrichtungen nicht von den Proben gestört fühlen. Spezielle Schutzverkleidungen aus Schaumstoff zur Schalldämmung gibt es preiswert im Fachhandel. Empfehlenswert ist auch, den Probeort in weniger bewohnten Gegenden zu wählen, um einerseits ungestört jammen zu können und anderseits auch niemanden zu belästigen.
Günstig ist ein Probeort, an dem Instrumente und Equipment sicher aufbewahrt werden können, damit Drumset, Verstärker und Co. nicht für jede Probe aufwendig zum Proberaum transportiert und aufgebaut werden müssen. Der Proberaum sollte deswegen abschließbar sein. Er darf zudem auf keinen Fall feucht sein und sollte belüftet werden können. Damit einem in der kalten Jahreszeit beim Proben nicht die Finger abfrieren, sollte zumindest ein elektrischer Heizofen oder ein Radiator für den Winter angeschlossen werden können.
Wo findet man Proberäume?
Viele Wege führen zum Proberaum. Neben Inseraten in der Zeitung lohnt sich für junge Bands auch ein Blick an die schwarzen Bretter von Musikschulen oder Musikläden. Häufig werden auch in Gemeindezentren, leer stehenden Fabrikgebäuden und in Vereinsheimen entsprechende Räumlichkeiten an Musiker vermietet.